Eine gute Lendenwirbelstütze sollte individuell einstellbar sein, damit sie sich deiner Körpergröße, Körperform und Sitzhaltung anpasst, anstatt dich in eine feste Position zu zwingen.
Desktronic designt seine Stühle und Stehtisch-Setups mit diesem Konzept der neutralen Wirbelsäule, wodurch deine gesamte Arbeitsumgebung mit deinem Körper zusammenarbeitet, statt dagegen.
Ist eine Lendenwirbelstütze tatsächlich nützlich?
Kurze Antwort: Ja, vor allem, wenn du sehr viel sitzt.
Denn Sitzen erhöht den Druck auf die Bandscheiben deiner Lendenwirbelsäule um 30 Prozent. Eine krumme Haltung verschlimmert das. Mit der Zeit kann diese zusätzliche Belastung zu Schmerzen im unteren Rücken führen.
Eine Lendenwirbelstütze hilft, indem sie:
- Deinen unteren Rücken in seiner natürlichen Form hält, anstatt ihn rund werden zu lassen.
- Den Druck gleichmäßiger auf deine Bandscheiben verteilt, sodass keine Stelle übermäßig belastet wird.
- Deine Rückenmuskulatur entlastet, weil du dich weniger anstrengen musst, um aufrecht zu sitzen. So hältst du länger durch.
Die Ergonomin Kristianne Egbert erklärt das sehr anschaulich. Stühle mit Lendenwirbelstütze helfen dabei, die natürliche S-Kurve der Wirbelsäule beizubehalten und die Belastung des unteren Rückens bei langem Sitzen zu reduzieren.
Aber eine Lendenwirbelstütze ist nicht Magie. Du musst dich weiterhin regelmäßig bewegen, auf eine angemessene Sitzdauer achten und deinen Arbeitsbereich sinnvoll einrichten. Mit einem Stehschreibtisch von Desktronic und einem ergonomischen Stuhl kannst du dich bewegen, ohne diese Stütze zu verlieren.
Wann ist eine Lendenwirbelstütze angebracht?
Eine Lendenwirbelstütze ist besonders dann sinnvoll, wenn du lange sitzt, beispielsweise während eines ganzen Arbeitstages am Schreibtisch, beim Lernen oder bei kreativen Aufgaben im Homeoffice. In solchen Situationen wird deine Körperhaltung meist schlechter. Dein unterer Rücken muss Überstunden machen, um dich gerade zu halten. Daher lohnt sich eine zusätzliche Stütze wirklich sehr.
Sie ist auch sinnvoll, wenn du bereits leichte Beschwerden im unteren Rückenbereich hast, die hauptsächlich nach dem Sitzen auftreten. Eine korrekt eingestellte Lendenwirbelstütze kann diese Schmerzen am Ende des Tages lindern und dir helfen, das Sitzen zu ertragen, ohne ständig zu verrutschen. Wenn deine Schmerzen allerdings stark sind, in die Beine ausstrahlen oder mit einer Verletzung zusammenhängen, kontaktierst du lieber einen Fachmann, bevor du dich auf irgendeine Stütze verlässt.
Eine Lendenwirbelstütze ist auch nützlich, wenn dein Stuhl für deine Körperform etwas zu flach ist. Kleinere und größere Menschen haben oft Probleme mit Standard-Rückenlehnen. Mit einer Lendenwirbelstütze kannst du deinen Stuhl „individuell einstellen”, damit deine Wirbelsäule in einer neutraleren und bequemeren Position sitzt.
Wo sollte die Lendenwirbelstütze positioniert werden?
Beachte diese 3 Punkte beim Anlegen der Lendenwirbelstütze.
- Sie sollte in der Innenwölbung deines unteren Rückens sitzen. Fahre mit deiner Hand von der Gürtellinie entlang deiner Wirbelsäule nach oben. Du wirst eine leichte Vertiefung in der Mitte deines unteren Rückens spüren. Das ist der Bereich, den eine Lendenwirbelstütze ausfüllen sollte, nicht dein mittlerer Rücken oder dein Steißbein.
- Sie sollte sich deinem Körper anpassen, nicht dagegen drücken. Wenn sie richtig sitzt, spürst du den Kontakt, aber keinen Druck. Dein unterer Rücken ruht gegen die Stütze, ohne dass sich deine Rippen eingezwängt oder dein Becken nach vorne gekippt anfühlt. Ein guter Test ist ganz einfach. Setze dich aufrecht hin und entspanne dich. Wenn deine Haltung von der Stütze wegbricht, sitzt sie entweder zu tief, zu hoch oder ist zu flach eingestellt.
- Sie sollte ausgerichtet bleiben, wenn du dich zurücklehnst. Wenn du dich leicht zurücklehnst, sollte die Stütze immer noch in derselben Lendenwirbelsäulenkurve sitzen. Wandert sie nach oben, unter die Rippen oder fällt sie zu deinen Hüften, passe den Stuhl an oder wähle ein besser geformtes Kissen.
Die schnelle 8- bis 10-Zentimeter-Regel
Du wirst online viele Regeln finden, aber hier ist eine praktische Methode, um deine Lendenwirbelstütze nach modernen ergonomischen Empfehlungen einzustellen.
Viele ergonomische Quellen empfehlen, den dicksten Teil der Lendenwirbelstütze etwa 8 bis 10 Zentimeter über der Sitzfläche zu platzieren.
Verwende das als Ausgangspunkt, nicht als strenge Regel. Deine Rumpflänge, dein Beckenwinkel und die Form deines Stuhls können die ideale Position ein wenig verschieben.
Andere Ansätze, die Leute häufig verwenden
Setz dich ganz nach hinten, sodass deine Hüften die Rückenlehne berühren.
Lege deine Hand auf deine Gürtellinie. Schiebe sie nach oben, bis du die tiefste Stelle deiner unteren Rückenwölbung spürst.
Stelle die Lendenwirbelstütze so ein, dass der dickste Teil genau unter dieser Stelle sitzt.
Wenn die Stütze auf deine Rippen drückt, sitzt sie zu hoch. Wenn sie auf deinen Gürtel drückt, sitzt sie zu tief.
Brauchst du wirklich eine Lendenwirbelstütze, um gut sitzen zu können?
Ja, es ist möglich, ohne Lendenwirbelstütze zu sitzen. Aber das verlangt mehr von deinem Körper. Du brauchst ausreichend Rumpfkraft, Beweglichkeit in den Hüften und Körperbewusstsein, um eine neutrale Wirbelsäulenhaltung beizubehalten, ohne dich stark an die Rückenlehne anzulehnen. Deshalb fällt das vielen Menschen für kurze Phasen leichter als für einen ganzen Arbeitstag.
Du kannst es dir so vorstellen: Für kurze Aufgaben oder aktives Sitzen auf einem Hocker ist es in Ordnung, auf eine Lendenwirbelstütze zu verzichten. Besonders, wenn du häufig die Position wechselst. Bei langen Arbeitsphasen, in denen du dich kaum bewegst, wird eine Lendenwirbelstütze jedoch wertvoller. Wenn du keine Stütze bevorzugst, solltest du dies durch regelmäßige Pausen, Haltungswechsel und einige einfache Rücken- und Hüftübungen ausgleichen.
Warum eine Lendenwirbelstütze nicht immer die beste Wahl ist
Eine Lendenwirbelstütze ist kein magischer Fix für alle Rückenprobleme. Wenn sie schlecht eingestellt oder zu fest ist, kann sie den Druck im unteren Rücken sogar erhöhen und dazu führen, dass du mehr herumzappelst. Manche Menschen mit bestimmten Wirbelsäulenproblemen oder sehr empfindlichem Gewebe fühlen sich wohler mit einer flacheren Rückenlehne und mehr Bewegungsfreiheit. Der Schlüssel liegt darin, die Lendenwirbelstütze als eines von vielen Hilfsmitteln zu betrachten und nicht als Ersatz für Bewegung, Haltungsänderungen und einen gut eingerichteten Arbeitsplatz.
Was, wenn dein Stuhl keine integrierte Lendenwirbelstütze hat?
Dann hast du zwei Möglichkeiten:
- Nutze ein geformtes Lendenkissen mit Riemen, damit es an der richtigen Stelle bleibt.
- Verpasse deinem Stuhl ein Upgrade, wenn du lange sitzt oder nicht viele Kissen testen willst. Ein modernes, ergonomisches Modell bietet dir mehr Komfort. Achte auf eine in der Höhe und Tiefe verstellbare Stütze anstelle eines festen Plastikbauteils. Ein Desktronic-Stuhl kann eine gute Wahl sein, wenn du einfache Einstellmöglichkeiten und eine zuverlässige Unterstützung für deinen unteren Rücken möchtest.